Wednesday, February 12, 2014

Warum Gloria kein Kuscheltier ist.

Wikipedia sagt, ein Mokoro ist "ein etwa vier Meter langes Einbaum-Boot". Ich sage ein Mokoro ist das beste Argument für eine Lebensversicherung. Das wurde mir schlagartig bewusst, als wir in dieser Nussschale mit dem Tiefgang eines Zahnstochers durch das Okavango-Delta im Nordwesten Botswanas schaukeln. Das Schaukeln wird allerdings nicht durch Wellen atlantischer Dimensionen ausgelöst - das Delta ist gerade mal einen halben Meter tief, dafür voller Getier und Gewächs - sondern durch das Wanken unseres Kapitäns / Chauffeurs (die offizielle Berufsbezeichnung liegt mir in diesem Fall nicht vor). Etwas mehr als das gestrige Feierabendbier scheint ihm noch in den Knochen zu stecken, als wir also im Mokoro durch das Schilf gleiten. 

Mehr als einmal sehe ich mich bereits von Schlingpflanzen gefesselt im grünlich-braunen Wasser des Deltas direkt auf das gigantische Maul eines ausgewachsenen Nilpferdbullen zutreiben. Womöglich war diese Reise auch der Grund, warum mir mittlerweile nicht mal mehr Gloria aus Madagaskar geheuer ist. Wie sich darüber hinaus herausstellen sollte, beschränkte sich das Zusammentreffen mit den tonnenschweren Kolossen nicht auf die bei Tageslicht durchgeführten Bootstouren. Der große Vorteil: nun weiß ich, dass zwei glühend rote Punkte, die einsam und allein in der Finsternis leuchten, niemals schwebende Teelichter sind. Und merke: die Augen eines Hippos erkennt man bereits bevor sich das Tier mit der Beschleunigung eines Sportwagens auf einen zu bewegt. Also Beine unter die Arme nehmen, Usain Bolt Konkurrenz machen und in die vermeintliche Sicherheit des auf Stelzen gelegenen Dschungel-Restaurants flüchten. Und siehe da: Ende gut, alles gut. 



















Status Quo


 

Schlappe 9.125 Tage hat es gedauert um 47 Länder zu bereisen. Klar, man hätte auch mehr geschafft, aber zum Einen bedarf es mehr als eines 3h-Stopovers um ein Land zu erkunden, zum Anderen kristallisieren sich eben einige Favoriten raus, die man gerne immer und immer wieder besucht. 

Wenn ich so auf die Statistik schaue (die ich übrigens dank flugstatistik.de immer Auge habe), trifft es sich ganz gut, dass ich grundsätzlich gerne fliege. Es waren nämlich nicht nur unzählige Kilometer mit Auto und Bahn, sondern v.a. auch bereits 276 Flüge, die mich insgesamt bereits mehr als 15 Mal um den Globus gebracht haben - das sind satte 605.587 km! (Ja, ich habe bereits davon gehört, dass es umweltfreundlichere Fortbewegungsarten gibt, jedoch eignen sich weder solarbetriebene Dreiräder noch Rikschas oder Ochsenkarren für längere Distanzen.) 

Die entscheidende Frage ist jetzt aber: wo soll's nur als nächstes hingehen? Und bis das feststeht, folgen hier zuerst einige der versprochenen Highlights meiner vergangenen Abenteuer... viel Vergnügen!